Die Quelle der biologischen Abbaubarkeit
Formzellstoff wird hauptsächlich aus natürlichen Pflanzenfasern hergestellt. Dazu gehören Recyclingpapier, Karton und landwirtschaftliche Nebenprodukte wie Bambuszellstoff, Bagasse (Zuckerrohrfaser) und Weizenstroh. Diese Rohstoffe werden aus Cellulose, Hemicellulose und Lignin gewonnen – organischen Substanzen, die natürlich in der Umwelt vorkommen. Da diese Fasern pflanzlichen Ursprungs sind, dienen sie natürlich vorkommenden Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen als Nahrungsquelle, wodurch sie vollständig abgebaut werden.
Der Degradationszeitraum
Unter geeigneten Bedingungen zersetzen sich Formfaserprodukte relativ schnell. Im Freien ist das Material in der Regel innerhalb von 45 bis 90 Tagen vollständig abgebaut. Dieser Prozess lässt sich in einer Heimkompostierungsanlage beschleunigen, wo die wärmere und mikrobiell aktivere Umgebung den Abbau in nur 30 bis 45 Tagen ermöglicht.
Ein deutlicher Kontrast zu Kunststoff
Diese Eigenschaften stehen in starkem Kontrast zu herkömmlichen Kunststoffen. Während Formfaser innerhalb weniger Monate in Wasser, Kohlendioxid und organische Biomasse (Kompost) zersetzt wird, können Kunststoffverpackungen Hunderte von Jahren in der Umwelt verbleiben und zerfallen dabei oft in schädliche Mikroplastikpartikel.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die inhärente biologische Abbaubarkeit von Formfaser auf ihrer pflanzlichen Zusammensetzung beruht. Bei sachgemäßer Entsorgung stellt sie eine praktikable Alternative zu Kunststoff dar, deren Zersetzungszeit sich in Tagen und Wochen statt in Jahrhunderten misst.